Was sind Zonen bei Motorradbekleidung?

Motosiklet ekipmanlarında zone bölgeleri nedir — Zone 1, Zone 2, Zone 3 koruma alanları | SoHo Riders

Was sind Zonen bei Motorradbekleidung?

Wie werden Schutzbereiche bestimmt?

Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten

Wenn wir uns eine Motorradjacke oder -hose ansehen, betrachten wir sie meist als ein einziges Ganzes.

Aus Sicht der Sicherheitsstandards für Motorradbekleidung erfüllt jedoch nicht jeder Bereich der Ausrüstung dieselbe Aufgabe.

Denn bei einem echten Sturz ist nicht jeder Körperbereich demselben Risiko ausgesetzt.

Einige Bereiche haben den ersten Bodenkontakt.
Einige Bereiche können länger Reibung ausgesetzt sein.
In anderen Bereichen werden Bewegungsfreiheit und Tragekomfort wichtiger.

Aus diesem Grund werden bei Motorradbekleidung Risikozonen (Zone-Bereiche) verwendet.


Warum wird das Zonen-System verwendet?

Auf den ersten Blick könnte man denken:

„Wäre es nicht sicherer, wenn wir das widerstandsfähigste Material für die gesamte Ausrüstung verwenden würden?“

Tatsächlich ist es beim Entwurf von Motorradbekleidung nicht das Ziel, nur das stärkste Material zu verwenden.

Eine Ausrüstung sollte zugleich:

  • dem Fahrer Bewegungsfreiheit ermöglichen,
  • länger tragbar sein,
  • kein unnötiges Gewicht verursachen,
  • und in den benötigten Bereichen den richtigen Schutz bieten.

Deshalb lautet der grundlegende Ansatz bei moderner Motorradbekleidung:

„Nicht maximales Material überall, sondern der richtige Schutz im richtigen Bereich.“

Dies ist die zugrunde liegende Logik.


Zone 1 — Bereiche mit dem höchsten Risiko

Zone-1-Bereiche sind Bereiche, die bei einem Sturz eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, zuerst mit dem Boden in Kontakt zu kommen, Stößen ausgesetzt zu sein und hoher Reibung ausgesetzt zu sein.

In diesen Bereichen geht es nicht nur um die Gewebefestigkeit, sondern auch um die Reduzierung der Stoßenergie und den Erhalt der Integrität der Ausrüstung.

Bei Jacken werden in der Regel folgende Bereiche als wichtige Risikozonen betrachtet:

  • Schulterbereich,
  • Ellenbogenbereich,
  • Kontaktbereiche der Unterarme

und werden als wichtige Risikozonen betrachtet.

Bei Hosen werden in der Regel folgende Bereiche hervorgehoben:

  • Kniebereich,
  • Hüft-/Beckenbereich,
  • seitliche Kontaktpunkte

und stehen im Vordergrund.

Deshalb sind in diesen Bereichen folgende Eigenschaften besonders wichtig:

  • hohe Abriebfestigkeit,
  • stoßdämpfende Protektoren,
  • verstärkte Materialstruktur,
  • strapazierfähige Nähte

von Bedeutung.

Denn bei einem Sturz können der erste Kontakt und die höchste Energie häufig an diesen Punkten auftreten.


Zone 2 — Reibungs- und Stützbereiche

Zone-2-Bereiche sind Bereiche, die zwar eine geringere Stoßwahrscheinlichkeit als Zone 1 haben, aber dennoch Reibung und Belastung ausgesetzt sein können.

Die Aufgabe dieser Bereiche besteht darin, die allgemeine Widerstandsfähigkeit der Ausrüstung zu unterstützen und die Schutzintegrität aufrechtzuerhalten.

Bei Jacken werden folgende Bereiche nach dieser Logik betrachtet:

  • Teile der Armbereiche,
  • Rücken- und Seitenelemente

und werden im Rahmen des Zone-2-Ansatzes betrachtet.

Bei Hosen können folgende Bereiche in den Zone-2-Ansatz einbezogen werden:

  • Außenseiten der Beine,
  • stützende Kontaktbereiche

und werden im Rahmen des Zone-2-Ansatzes betrachtet.

Das Ziel in diesen Bereichen ist:

  • Abriebfestigkeit,
  • Erhalt der Materialintegrität,
  • Sicherstellung, dass die Ausrüstung ihre Aufgabe erfüllt.

Zone 3 — Bewegungs- und Tragebereiche

Zone-3-Bereiche sind Bereiche, in denen bei Sturzzenarien eine geringere Wahrscheinlichkeit für starke Stöße und Reibung angenommen wird.

Es gibt hier jedoch einen wichtigen Punkt:

Zone 3 bedeutet nicht, dass es sich um einen unwichtigen Bereich handelt.

Denn Motorradbekleidung befindet sich nicht nur dann am Fahrer, wenn sie benötigt wird, sondern während der gesamten Fahrt.

Es ist genauso wichtig, dass eine Ausrüstung tragbar ist, wie dass sie sicher ist.

Das Ziel in diesen Bereichen ist:

  • Bewegungsfreiheit zu gewährleisten,
  • die Fahrergonomie zu erhalten,
  • langfristigen Tragekomfort zu bieten,
  • die tägliche Nutzbarkeit der Ausrüstung zu erhöhen.

In Jacken und Hosen können Bereiche, die Dehnbarkeit erfordern oder die Bewegungsfreiheit unterstützen, nach diesem Ansatz entworfen werden.


Warum wird nicht alles zu Zone 1 gemacht?

Dies ist eine Frage, über die Motorradfahrer oft nachdenken.

„Mehr Lagen, mehr Dicke, mehr Sicherheit“

ist nicht immer der richtige Ansatz.

Denn unnötiges Gewicht und Härte:

  • können die Bewegungsfreiheit einschränken,
  • die Ermüdung bei langen Fahrten erhöhen,
  • die Nutzung der Ausrüstung erschweren.

Man sollte nicht vergessen:

Eine nicht getragene Ausrüstung kann ihre Aufgabe nicht erfüllen, egal wie leistungsfähig sie ist.


Gute Ausrüstung ist ein Gleichgewicht

Das Ziel bei moderner Motorradbekleidung ist es nicht, das schwerste, dickste oder härteste Produkt herzustellen.

Das Ziel ist:

Schutz, Bewegungsfreiheit und Tragekomfort an der richtigen Stelle zu vereinen.

Dafür werden folgende Punkte gemeinsam berücksichtigt:

  • das richtige Material im richtigen Bereich,
  • der richtige Schutz an der richtigen Stelle,
  • die richtige Nahtstruktur,
  • das richtige Design

und werden gemeinsam betrachtet.

Denn bei einer gut entworfenen Motorradbekleidung hat jedes Teil eine Aufgabe.


SoHo Journal technischer Hinweis

Wenn man Motorradbekleidung bewertet, sollte man nicht nur:

„Welches Material wurde verwendet?“

fragen, sondern auch:

„Wo und warum wurde dieses Material verwendet?“

fragen.

Echte Sicherheit verbirgt sich oft nicht in den sichtbaren Details, sondern im dahinterliegenden technischen Ansatz.

Weitere Informationen: Was sind die Sicherheitsstufen A, AA und AAA bei Motorradbekleidung?

Autor: Soho Riders Team


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